Viel Platz für kleine Abenteurer, drinnen und draußen

Das Studierendenwerk Stuttgart eröffnet seine neue Kita Abenteuerbande

In der Eduard-Pfeiffer-Straße im Stuttgarter Norden wurde heute eine neue Kindertagesstätte des Studierendenwerk Stuttgart eingeweiht. Sie bietet insgesamt 40 Kindern in drei Gruppen viel Platz zum spielerischen Lernen – im Haus und auch im großen, kindgerecht gestalteten Garten.

„Ein Studium als junge Eltern erfolgreich zu meistern, ist eine besondere Aufgabe. Deshalb unterstützen wir auch in diesem Bereich die Studierenden, indem wir ihre Kinder professionell betreuen“, erläutert Tobias M. Burchard, Geschäftsführer des Studierendenwerk Stuttgart, den Ausbau der Kinderbetreuung für studierende Eltern. Die Kita Abenteuerbande, für die in den vergangenen 15 Monaten in der Eduard-Pfeiffer-Straße ein neues Haus gebaut wurde, bietet insgesamt 40 Kindern Platz. 20 Plätze sind für Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt. Die restlichen Plätze stehen ab September für Kinder unter drei Jahren bereit. André Völlers, Leiter des Bereichs Sozialwesen des Studierendenwerks dankt der Stadt Stuttgart für ihre finanzielle Unterstützung: „In diese neue Kita wurden rund 2,5 Mio. Euro investiert. Davon hat die Stadt Stuttgart 1,5 Mio. Euro in Form eines Zuschusses übernommen und der Bund weitere 240.000 Euro, die im Rahmen des Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung ausgezahlt wurden.“

Hochwertige Architektur, für Kinder gestaltet

Der dreigeschossige, blau verputzte Neubau, der nach Plänen des Architekturbüros (se)arch entstand, wurde auf dem knapp 1.000 Quadratmeter großen Grundstück nahe an der Straßenseite platziert. Somit konnte im hinteren Bereich ein möglichst großer Garten entstehen. Dazu trägt auch die kompakte Grundfläche des Hauses mit seinen gut organisierten Grundrissen bei. Flure wurden beispielsweise aufgeweitet, wodurch sie als Spielfläche genutzt werden können.

Im Erdgeschoss befindet sich der Eingangsbereich, unter anderem mit Personalraum, Büro und einem großen Mehrzweckraum. In der ersten Etage sind die beiden Gruppenräume für die kleinen Kinder untergebracht, die jeweils über einen eigenen Schlafraum verfügen. Den Spielflur und den Sanitärbereich nutzen alle gemeinsam. Und das sicherlich auch gerne, denn ein großer Bereich mit Regendusche und Wasserspiel ermöglicht den Kindern den direkten Kontakt zum meist geliebten Element Wasser. Im zweiten Obergeschoss mit nur einem Gruppenraum gibt es ein eigenes Atelier, in dem die Kinder mit verschiedenen Materialien basteln und handwerken können. Der Spielflur dieser Etage wird gleichzeitig für die gemeinsamen Mahlzeiten genutzt.

„Über ein Detail freuen sich die Kinder sehr: Jeder Gruppenraum hat einen verglasten Erker“, so Bettina Matissek, Fachberatung Kindertageseinrichtungen des Studierendenwerks. „Von dort haben die Kinder einen direkten Bezug nach außen. Sie können auf der erhöhten Fläche spielen, sie als Bühne nutzen oder sich hinsetzen und die Umgebung beobachten.“

Partizipation der Kinder und Elternpartnerschaften

Das pädagogische Konzept der Kita Abenteuerbande zeichnet sich durch zwei spezielle Aspekte aus. Die Kinder dürfen so weit wie möglich mitbestimmen und mitentscheiden, wozu regelmäßig Kinderkonferenzen abgehalten werden. Das fördert ihre Selbstständigkeit. Außerdem sind die Eltern im Rahmen Elternpartnerschaften eingeladen, gemeinsam mit ihren Kindern Zeit in der Kita zu verbringen. Dann können sie ihnen vorlesen, mit ihnen spielen und sie nicht nur – wie sonst oft üblich – morgens bringen und abends wieder abholen.

Ein Garten zum Spielen, Toben und Lernen

Auch der Garten und der Kontakt zur Natur spielen im Kita-Alltag eine wichtige Rolle. „Sofern irgend möglich verbringen wir mit den Kindern jeden Tag Zeit im Freien, denn dort können sie ganz andere Dinge sehen, hören und fühlen als in den Innenräumen der Kita. Das fördert ihre Entwicklung ungemein“,  verweist Carmen Nickel, die Leiterin der Kita, auf die Bedeutung der großen Freifläche. Mit einem Sandkasten, einer Rutsche, einem Felsaufstieg und einer Bauchschaukel, die speziell für die Kleinen ausgewählt wurde, lädt er die Kinder ein, ihre Umgebung spielerisch zu erkunden und Neues zu lernen.

Lange Öffnungszeiten, multikulturelle Gruppen

Die Kita Abenteuerbande und die anderen sieben Kitas des Studierendenwerk Stuttgart liegen zentrumsnah oder bei den Hochschulen, damit die studierenden Eltern sie gut und schnell erreichen können. Auch die Öffnungszeiten sind auf die Bedürfnisse der jungen Eltern ausgerichtet. Die Kitas haben von Montag bis Freitag jeweils zehn Stunden geöffnet. Das lässt den Eltern genügend Raum, um Vorlesungen zu besuchen, Hausarbeiten zu schreiben und andere wichtige Dinge rund um ihr Studium zu erledigen. Die Kinder wiederum profitieren während dieser Zeit von der pädagogischen Förderung durch die engagierten Fachkräfte der Kitas. Dabei bieten die Kindertagesstätten des Studierendenwerk Stuttgart noch eine Besonderheit: Die Kinder der Studierenden stammen aus ganz vielen unterschiedlichen Ländern und kommen so bereits von klein auf in den Kontakt mit fremden Kulturen und deren Eigenheiten. Dadurch wird der Grundstein gelegt für einen offenen Blick auf unsere bunte Welt.