Studierendenwerk Stuttgart listet true fruits Smoothies aus

Der Smoothie-Hersteller true fruits eckt immer wieder mit provokanten Werbeslogans an und gerät damit regelmäßig in die Kritik. Nachdem das Unternehmen zuletzt in einem Statement mit Beschimpfungen reagierte, wenden sich Kritikerinnen und Kritiker an den Handel. Initiatorin der Change.org-Kampagne ist Nastassja Furgalec. Das Studierendenwerk Stuttgart bezieht Stellung und nimmt die Smoothies aus dem Sortiment.


Offizielle Stellungnahme des Studierendenwerks

Es ist bekannt, dass true fruits in seiner Markenkommunikation regelmäßig auf Provokation setzt und polarisiert. Darin sehen wir grundsätzlich nichts Verwerfliches. In Deutschland ist die Meinungsfreiheit glücklicherweise im Grundgesetz verankert. Wir selbst unterstellen true fruits keine sexistische oder rassistische Grundhaltung. Ob ein Unternehmen aber, um Aufmerksamkeit zu generieren, gezielt Grenzen überschreiten muss und damit bewusst einkalkuliert Menschen zu verletzen, stellen wir in Frage

Zu provozieren, sich dann aber der angestoßenen Diskussion nicht konstruktiv stellen, zeugt von wenig Größe. Wer seine Kundinnen bzw. Kritiker als „Pissnelken“ und „Dumme“ tituliert, offenbart ein Menschenbild, das wir nicht weiter mit dem Verkauf seiner Produkte unterstützen wollen. Im Studierendenwerk Stuttgart arbeiten Menschen aus rund 50 Nationen. Wir leben Vielfalt und legen Wert auf Chancengleichheit und Inklusion. Das gilt intern genauso wie nach außen. Unsere Kunden sind Studierende, Universitäten und Hochschulen – hier werden Wissenschaft ohne Grenzen und der internationale Austausch gelebt.

Wir haben daher entschieden, in den 17 Mensen und Cafeterien des Studierendenwerk Stuttgart künftig keine true fruits Smoothies anzubieten. Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, werden wir die Bestandsware abverkaufen, uns zwischenzeitlich aber nach einem regionalen Smoothie-Hersteller umsehen.