Studierendenwerk Stuttgart führt Recup-Pfandsystem ein

  • Studierendenwerk Stuttgart startet mit Recup-Mehrwegbechern – mehr als 7000 Gästen täglich steht das Pfandsystem nun zur Verfügung
  • Gegen einen Euro Pfand können in elf Mensen und Cafeterien Heißgetränke im Recup-Mehrwegbecher gekauft werden  

    Mehr Nachhaltigkeit auf dem Hochschulcampus – dafür setzt sich das Studierendenwerk Stuttgart ein und beteiligt sich am stadtweiten Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher. Seit dem 14. Oktober sind in elf Mensen und Cafeterien in Stuttgart-Mitte, Stuttgart-Vaihingen und Ludwigsburg Recup-Mehrwegbecher erhältlich. Mehr als 7000 Gästen täglich steht hier nun der Recup-Becher zur Verfügung. „Damit gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, hin zu mehr Nachhaltigkeit“, sagt Andreas Grafmüller, Leiter Gastronomie im Studierendenwerk Stuttgart. Denn schon vor einem Jahr führte das Studierendenwerk einen eigenen Mehrwegbecher ein.

    Fast drei Milliarden Coffe-to-go-Becher werden jährlich laut Deutscher Umwelthilfe genutzt – mit negativen Folgen für die Umwelt: oft verschmutzen achtlos weggeworfene Becher Straßen und Natur. Um die Zahl in Stuttgart zu reduzieren, unterstützt die Landeshauptstadt die Einführung des stadtweiten Pfandsystems für Mehrwegbecher. 52 Betriebe in Stuttgart haben sich bereits für das Recup-Pfandsystem entschieden – mit elf Ausgabestellen macht das Studierendenwerk einen Großteil aus. Ines Aufrecht, Leiterin der Abteilung Wirtschaftsförderung: „Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Viele Stuttgarter Cafébetreiber, Bäckerein, Gastronomien und weitere Betriebe setzen auf ein einheitliches Mehrwegpfandsystem für Kaffeebecher. Nun freuen wir uns sehr darüber, dass sich das Studierendenwerk in diesem großen Umfang beteiligt und damit auch Vorbild für viele Weitere sein wird.“

      

Das Recup-Pfandsystem – so funktioniert‘s

Das Prinzip ist einfach: Für einen Euro Pfand können Heißgetränke in den Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks nun im Recup-Mehrwegbecher gekauft werden. Leere Pfandbecher können hier – oder deutschlandweit bei einem der 3000 anderen beteiligten Betriebe – zurückgegeben werden. Die Becher werden direkt in den Mensen und Cafeterien gereinigt und wieder eingesetzt.  Eine Karte  mit allen beteiligten Betrieben, in denen die Recup-Mehrwegbecher ausgegeben und angenommen werden, ist auf der Website recup.de oder in der Recup-App zu finden.

 

Umweltfreundliches Handeln zahlt sich aus

Bereits seit dem letzten Wintersemester 2018/2019 können Studierenden in den Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks eigene Mehwegbecher für Heißgetränke nutzen, die Kaffeemaschinen wurden so umgerüstet, dass unterschiedliche Becherhöhen darunter passen. „Seit der Umstellung werden gut 60 Prozent der Heißgetränke in unseren gastronomischen Einrichtungen im Mehrwegbecher verkauft“, so Andreas Grafmüller.

Wer selbst noch nicht im Besitz eines Mehrweg-Bechers ist, hat nach wie vor die Möglichkeit, den Kim-Mehrweg-Becher des Studierendenwerks zu erwerben oder sich nun, gegen Pfand, für einen Recup-Becher zu entscheiden. Und ein Mehrwegbecher ist auch finanziell sinnvoll: Für Getränke im Einweg-Pappbecher zahlen Kundinnen und Kunden 25 Cent mehr.