346 neue Wohnplätze für Studierende, mitten in Stuttgart

Am 1. Oktober wird in der Stuttgarter Rosensteinstraße eine neue Wohnanlage eröffnet, die Studierenden günstigen, hochwertigen Wohnraum bietet. Das Angebot des Studierendenwerk Stuttgart vergrößert sich damit auf mehr als 7.200 Zimmer.

In den drei Wohngebäuden mit insgesamt 346 Plätzen öffnen sich am morgigen Samstag das erste Mal die Türen für die neuen Bewohner und Bewohnerinnen. Errichtet wurde die Wohnanlage Rosensteinstraße 1, 3 und 5 in vergangenen 17 Monaten nach Plänen der Werkgemeinschaft HHK. Durch die Fassade aus weißem und mittelbraunem Putz sowie verklinkerten Bereichen, die sich streifenförmig um die Außenhaut wickeln, wirken die Gebäude elegant und integrieren sich gut in das bestehende und noch entstehende Umfeld.

Helle Wohngemeinschaften für drei oder vier Studierende

Doch nicht nur außen, sondern auch im Innern geht es zum Wohle der Studierenden kleinteilig zu: Die Zimmer sind in Wohngemeinschaften für drei oder vier Studierende angeordnet. Damit alle genügend Platz haben, misst eine Einheit etwa 100 Quadratmeter. Zu jeder Wohngemeinschaft gehören zwei Badezimmer, eine Küche und teilweise ein Balkon. Dem Studierendenwerk ist es dabei besonders wichtig, die Küche als zentralen Treffpunkt und nicht als reinen Zweckraum zu gestalten. So können sich dort alle Bewohner und Bewohnerinnen gemeinsam zum Essen und miteinander Reden treffen. Jedes Zimmer ist mit Kabelfernsehen ausgestattet und dank WLAN, das überall in den Gebäuden verfügbar ist, können sich die Studierenden immer auf dem Laufenden halten. Gemietet werden können die Zimmer, alles im Übrigen Einzelzimmer, für monatlich zwischen 346 und 399 Euro, alle Nebenkosten außer dem Internet bereits inbegriffen.

Neues Möbeldesign, raffinierte Details

Standardmöbel kommen dem Studierendenwerk Stuttgart nicht ins Haus, sondern nur eigens für die Wohnanlagen entworfene. Das verleiht den Zimmern zum einen eine individuelle Atmosphäre. Weiß und hellgrau sind die beiden Grundfarben, die für die Rosensteinstraße gewählt wurden, Regalböden im Orange des Studierendenwerks setzen farbige Akzente. Und damit auf dem Schreibtisch auch nichts verlorengeht, wurde an der dahinterliegenden Wand ein magnetischer Streifen angebracht. Die passenden Magnete gibt’s beim Einzug gleich dazu.

Service rund ums Wohnen

Außerdem lässt sich die Wäsche bequem und einfach direkt im Haus waschen. Waschmaschinen und Trockner warten im ersten Obergeschoss darauf, ihren Dienst zu tun. Und damit sich die Studierenden nicht unnötig auf den Weg in den Waschraum machen, zeigt die neue Funktion in der App des Studierendenwerk Stuttgart seit Kurzem an, welche Geräte frei und welche belegt sind und wie lange es dauert, bis letztere das laufende Programm beendet haben. Im Erdgeschoss finden sich drei Ladeneinheiten, die zur Versorgung des Quartiers beitragen werden und nicht nur die dort wohnenden Menschen anziehen sollen. Für die notwendigen Parkmöglichkeiten ist dank einer eingeschossigen Tiefgarage ebenfalls gesorgt.

Fernwärme fürs Klima

Der Realgrund AG und der Aberdeen Asset Management Deutschland AG als Investoren und dem Studierendenwerk als Mieter ist an einem klimafreundlichen Bau gelegen. Die Wohnanlage entspricht dem KfW-Effizienzhaus 70, was Folgendes bedeutet: Der Primärenergiebedarf dieser Gebäude liegt übers Jahr gesehen bei nur 70 Prozent des Werts, den die damals gültige EnEV für Neubauten vorschrieb. Dies gelang auch durch die Anbindung der drei Gebäude an das vorhandene Fernwärmenetz. Aufgrund der zentrumsnahen Lage – die Wohnhäuser sind mit der U-Bahn in nur sechs Minuten vom Hauptbahnhof zu erreichen – können die Studierenden ihre Hochschule, Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten schnell und bequem mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, was ebenfalls dem Klima nützt.

Drei starke Partner

Bei dieser Wohnanlage für Studierende waren also auch mal wieder aller guten Dinge drei. Die in Ulm ansässige Realgrund AG ließ das Gebäude errichten, das in der Zwischenzeit von der Aberdeen Asset Management Deutschland AG für einen ihrer Immobilienspezialfonds erworben wurde. Und das Studierendenwerk Stuttgart hat die Anlage mit ihren 346 Zimmern für die nächsten 20 Jahre angemietet. Damit baut Letztgenanntes sein Angebot an günstigem und gleichzeitig hochwertigem Wohnraum für Studierende weiter aus. Möglich war dies ferner dank der Unterstützung der Stadt Stuttgart. Die für den Bau nötige Änderung des Bebauungsplans war nur durch ihre Zustimmung möglich. Einig sind sich nämlich alle Beteiligten darin, dass die Studierenden das Leben im Quartier bereichern und dessen Entwicklung positiv beeinflussen werden.