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Leistungen und Voraussetzungen

Bescheid zu wissen, bedeutet bares Geld.

Wer zur Studienfinanzierung BAföG-Leistungen beziehen möchte, muss die hier aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise gelten für das Einkommen und Vermögen des Studierenden beziehungsweise der Eltern oder des Ehepartners (auch des eingetragenen Lebenspartners) bestimmte Grenzen. Unter Umständen kommt auch eine elternunabhängige Förderung in Betracht. Zudem müssen Studierende nach dem Grundstudium (ab dem 5. Semester) einen entsprechenden Leistungsnachweis vorlegen.

Voraussetzungen für BAföG-Leistungen

In der Regel erhalten deutsche Studierende BAföG-Leistungen. Unter bestimmen Voraussetzungen können auch ausländische Studierende diese Leistungen erhalten.

Anträge nach dem BAföG sollten sofort nach der Zulassung / Einschreibung bzw. nach der Rückmeldung eingereicht werden. Ausbildungsförderung wird, wenn die Voraussetzungen vorliegen, von dem Monat an geleistet, in dem eine förderungsfähige Ausbildung an der Hochschule aufgenommen wird, frühestens jedoch von Beginn des Monats der Antragstellung. In der Regel wird über die Ausbildungsförderung für ein Jahr (Bewilligungszeitraum) entschieden.

Die Höhe der BAföG-Förderung ist vom Einkommen des Auszubildenden im
Bewilligungszeitraum und vom Vermögen des Auszubildenden zum Zeitpunkt der Antragstellung abhängig (Formblatt 1).

Darüber hinaus ist die BAföG-Förderung vom Einkommen der Eltern/ des Ehegatten oder des eingetragenen Lebenspartners des Auszubildenden abhängig. Für die Berechnung der Ausbildungsförderung ist grundsätzlich das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraums maßgebend (Formblatt 3: das Kalenderjahr 2008, wenn der Bewilligungszeitraum im Jahr 2010 beginnt).

Ist das aktuelle Einkommen der Eltern/ des Elternteils/ des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners im Bewilligungszeitraum wesentlich niedriger als im vorletzten Kalenderjahr, kann auf besonderen Antrag des Auszubildenden das aktuelle Einkommen zugrunde gelegt werden. Der besondere Antrag muss während des laufenden Bewilligungszeitraums gestellt werden (Formblatt 7).

Kindergeld, das der Auszubildende, die Eltern oder der Ehegatte erhält bzw. erhalten, wird ab 01.04.2001 nicht mehr als Einkommen berücksichtigt.

Erstausbildung, weitere Ausbildung, Fachrichtungswechsel

Eine erste Ausbildung ist in der Regel ebenso förderungsfähig wie eine Ausbildung des zweiten Bildungswegs oder ein MA-Studiengang, der auf einem BA-Studiengang aufbaut.
Fachrichtungswechsel (Merkblatt) bis vor Beginn des 4. Fachsemesters lassen den Förderungsanspruch nicht erlöschen, wenn ein "wichtiger Grund" vorliegt.

Elternunabhängige Förderung

Diese wird nur dann gewährt, wenn der Auszubildende

  • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts das 30. Lebensjahr vollendet hat
    (hierbei ist zu beachten, dass auch Ausnahmegründe wegen Überschreitung der Altersgrenze vorliegen müssen).
  • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Vollendung des 18. Lebensjahres fünf Jahre erwerbstätig war.
  • bei Beginn des Ausbildungsabschnitts nach Abschluss einer vorhergehenden zumindest dreijährigen berufsqualifizierenden Ausbildung drei Jahre oder im Falle einer kürzeren Ausbildung entsprechend länger erwerbstätig war und sich jeweils aus dem Ertrag der Erwerbstätigkeit selbst unterhalten konnte.

Ob elternunabhängige Ausbildungsförderung gewährt wird, entscheidet das Amt für Ausbildungsförderung im Rahmen des Bewilligungsverfahrens. Ein separater Antrag auf elternunabhängige Ausbildungsförderung ist deshalb nicht zu stellen.

Altersgrenze

Ausbildungsförderung wird nicht geleistet, wenn bei Beginn der Ausbildung bereits das 30. Lebensjahr (seit Oktober 2010: bei Masterstudiengängen das 35. Lebensjahr) vollendet wurde. In Ausnahmefällen (Merkblatt) - z.B. Erlangen der Zugangsvoraussetzungen auf dem zweiten Bildungsweg oder aufgrund von Kindererziehung - kann dennoch ein Anspruch bestehen.

Eignungsnachweis nach § 48 Abs. 1 BAföG

Vom 5. Fachsemester an wird Ausbildungsförderung von dem Zeitpunkt an geleistet, in dem eine nach Beginn des 4. Fachsemesters ausgestellte Bescheinigung der Hochschule darüber vorgelegt wird, dass die bei geordnetem Verlauf der Ausbildung zum Ende des jeweils erreichten Fachsemesters üblichen Leistungen erbracht sind. Die Eignungsbescheinigung ist von dem hauptamtlichen Mitglied des Lehrkörpers der Ausbildungsstätte auszustellen (Formblatt 5).
Zusätzlich muss ein kompletter Antrag auf Ausbildungsförderung eingereicht werden.

Ausnahmen nach § 48 Abs. 2 BAföG

Setzen Sie sich mit dem Studentenwerk Stuttgart – Amt für Ausbildungsförderung – in Verbindung, wenn Sie diese Eignungsbescheinigung (Formblatt 5) aus schwerwiegenden Gründen, wegen einer Krankheit oder wegen einer Schwangerschaft, wegen der Erziehung von Kindern bis zu zehn Jahren, wegen des erstmaligen Nichtbestehens der Zwischenprüfung etc., nicht vorlegen können. Gegebenenfalls kann, wenn ein Grund vorliegt, die Vorlage der Bescheinigung zu einem entsprechend späteren Zeitpunkt durch das Amt zugelassen werden. Falls zutreffend, wird Ausbildungsförderung ohne Vorlage der Eignungsbescheinigung für eine angemessene Zeit geleistet.