Leistungen des Jobcenters

Studierende, deren Ausbildung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz dem Grunde nach förderfähig ist und die nicht im elterlichen Haushalt leben, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Sozialgesetzbuch II.

Folgende Ausnahmen gibt es:

  • Werdende Mütter oder Alleinerziehende können gegebenenfalls sogenannte Mehrbedarfe erhalten, sofern die Mehrbedarfe nicht durch zu berücksichtigendes Einkommen oder Vermögen gedeckt sind. Die Erstausstattung für Babybekleidung und Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt sind möglich
  • Personen, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, können ggf. ebenfalls Mehrbedarfe erhalten
  • In besonderen Härtefällen können Studierende Leistungen als Darlehen erhalten. Wichtig dabei: Es muss sich um ganz besondere Situationen handeln, sogenannte atypische Fälle


Nicht ausgeschlossen von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sind hingegen Studierende, die bei den Eltern wohnen und BAföG bekommen oder nur keines bekommen aufgrund der Anrechnung von Einkommen und Vermögen.

Die bei den Eltern wohnenden Studierenden können zudem auch Leistungen des Jobcenters während der Bearbeitungszeit des BAföG-Antrags erhalten. Wird der BAföG-Antrag allerdings dem Grunde nach abgelehnt, endet auch die Leistung nach dem Sozialgesetzbuch II. Für diese Studierenden kommen natürlich auch die oben genannten Mehrbedarfe in Betracht.

Der ausschließliche Bezug von Mehrbedarfen hat nicht die Finanzierung der Krankenversicherung über diesen Sozialleistungsbezug zur Folge.

Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II werden grundsätzlich nur gewährt, wenn diese nicht durch anrechenbares Einkommen oder Vermögen selbst finanziert werden können.

Die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II können Sie beim zuständigen Jobcenter beantragen.

Hinweis

Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema oder anderen Möglichkeiten der Studienfinanzierung? Unsere Sozialberatung hilft weiter!

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